Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit:
08.01.2010 Norbert Fuhrmann, Tarifexperte und Geschäftsführer der Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit, erwartet schwierige Tarif-Verhandlungen und fordert von der Arbeitgeberseite entschiedenes Handeln. Er geht davon aus, dass die Inbezugnahme der gekündigten DGB-Tarifverträge bei Neueinstellungen sich als nicht zulässig herausstellen wird, was bedeuten würde, dass jeder neue Mitarbeiter - auch unter Bezugnahme der BZA- und iGZ-Tarifverträge - nach Equal Pay bezahlt werden muss. Kritisch sieht Furmann, dass die Gewerkschaften nicht nur durch das CGZP-Urteil und den unsicheren Nachwirkungsstatus verhandlungstechnisch Oberwasser haben. Der iGZ habe sich durch seine Festlegung, erst nach dem BZA mit den Gewerkschaften zu verhandeln, in eine gefährliche Sackgasse manövriert. Fuhrmann wirft den Arbeitgebern vor, in der Vergangenheit nicht verantwortungsbewusst und zielstrebig an einer Weiterentwicklung der Tarifverträge mit dem DGB gearbeitet zu haben. "Wird weiter nach diesem Muster verfahren, steht zu befürchten, dass die Gewerkschaften geschlossen aussteigen. Spätestens dann hätte man der Branche einen Bärendienst erwiesen." (Quelle: openPR)

